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Text:Wir haben uns mal auf Spurensuche begeben, um herauszufinden, was die Jeans und den blauen Stoff eigentlich so besonders macht.

Levi Strauss, der die erste klassische Jeans herstellte, prägte den Begriff „Denim“. Er bezog den robusten Baumwollstoff aus der französischen Stadt Nîmes. Die Originalbezeichnung lautete daher „Gewebe aus Nîmes“, französisch „Serge de Nîmes“. Beim Aussprechen der beiden letzten Worte klingt das wie? Richtig, wie „Denim“.

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Der in Bayern geborene Strauss ist quasi der Vater der Jeans. Er begann in den USA zur Zeit des Goldrausches aus braunem Segeltuch (Canvas) Arbeitshosen für die Goldgräber zu nähen. Auf der Suche nach noch robusteren Hosen wurden zum ersten Mal die Ecken der Hosentaschen mit Nieten verstärkt. Etwa um diese Zeit wurde auch der braune Canvas durch den blauen Baumwollstoff abgelöst. Die „Blue Jeans“, mit orangefarbenen Nähten und mit Nieten zur Verstärkung verziert, war geboren. 

Patentiert wurde die Hose von Strauss am 20. Mai 1873 (heute noch immer auf dem Logo zu sehen). Bis in die 30er Jahre diente die Jeans als Arbeitskleidung für Cowboys, Holzfäller, Farmer & Co. Die Hosen waren komfortabel, erschwinglich und flexibel, obendrein noch super praktisch, da mit zusätzlichen Taschen für Werkzeug versehen und eng geschnitten, perfekt zum Reiten. Neben Levi Strauss kamen noch andere, auch kultige, Jeansmarken auf den Markt: Lee und Wrangler.

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Dann entdeckten Hollywoods Kostümdesigner den Stoff für sich. Vor allem James Dean und Marlon Brando trugen die Kult-Hose von der Leinwand quasi in alle Welt. Die Jeans wurde zum Inbegriff von Coolness, Rebellion und Avantgarde und stieg zum Kleidungsstück Nr. 1 auf. Ende der 70er stellte die Creme de la Creme der Mode dann auch die ersten Designerjeans vor. An dem blauen Stoff führte kein Weg mehr vorbei.

Dann folgte der Einzug des Stretch-Denims und Mitte der 70er der des Stonewash-Verfahrens, bei dem Bimssteine im Waschvorgang die fleckige Farbstruktur erzeugen. Seit den 1980er Jahren werden Jeans zunehmend chemisch oder mechanisch gebleicht, so dass sie schon beim Kauf gebraucht aussehen (sog. „Used-Look“). Während man früher ein Modell jahrelang trug, wechseln die Denim-Trends heutzutage schneller als die Wetterprognosen. 

Wir haben mal die Fashionistas beobachtet. Das sind grade die Top 3 des blauen Trends: Jeans-Culottes, Denim-Mäntel und weite Marlenehosen im 60er-Jahre-Stil. Aber es schadet nie, seine Levi’s 501 aufzuheben. Waren sie doch vor 20 Jahren modern und sind es heute immer noch bzw. schon wieder...

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